Psychotherapie bei Burnout und Depression

 


1.    Was ist Psychotherapie?

 

Unter Psychotherapie versteht man die Behandlung psychisch, emotional und
psychosomatisch bedingter Krankheiten, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen
mit Hilfe psychologischer, also wissenschaftlich fundierter Methoden durch verschiedene
Formen verbaler und nonverbaler Kommunikation .
Je nach Form der Psychotherapie findet hierbei eher eine Auseinandersetzung mit dem
Unbewussten statt(z.B. Hypnotherapie) ,um die Ursachen der Erkrankung zu klären oder

es wird eher der Bereich des bewussten Denkens und Empfindens ergründet und
durchleuchtet (beispielsweise in der Gesprächstherapie) Das Erlernen von Entspannungs-
techniken (z.B. autogenes Training) ergänzt die Psychotherapie in wirksamer Weise.
Die Psychotherapie ist eine Leistung, die von Fachärzten für Psychotherapie, klinischen
Psychologen sowie Heilpraktikern für Psychotherapie durchgeführt wird. Da Heilpraktikerleistungen
nicht in jedem Fall von den Krankenkassen übernommen werden, ist ein aufklärendes Gespräch
in meiner Praxis unabdingbar und wird zu Beginn der Therapie kostenfrei angeboten.

2.    Was ist Burnout?

Burnout beschreibt den Zustand des körperlichen und emotionalen Ausgebranntseins. Die von
Burnout betroffenen Menschen leiden an Symptomen wie Kraftlosigkeit und Müdigkeit.
Es handelt sich um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher
oder anderweitiger Überlastung. Diese wird meist durch Stress ausgelöst, der wegen der
verminderten Belastbarkeit nicht bewältigt werden kann.
„Ich fühle mich wie ein Hamster im Rad“ oder „Ich fühle mich leer und ausgebrannt“, diese Sätze
machen das Phänomen des Burnout deutlich.
Menschen mit Burnout sind überfordert und emotional erschöpft, ziehen sich von ihren
Mitmenschen zurück und ihre Leistungsfähigkeit ist stark eingeschränkt. Es besteht auch die
Gefahr einer Depression sowie eines erhöhten Suchtpotenzials.
Dieser totale psychische und körperliche Erschöpfungszustand, der das Burnout-Syndrom
kennzeichnet, verläuft meist schleichend in mehreren Phasen. Stress bedingt durch einen
extremen und ständigen Zeit- und Leistungsdruck, Angst um den Arbeitsplatz, Mobbing am
Arbeitsplatz oder die Arbeitslosigkeit selbst können genauso Ursache des Burnout sein, wie
auch mangelnde Anerkennung für die geleistete Arbeit, zu hoher Druck und Stress am
Arbeitsplatz sowie die damit einhergehende Unfähigkeit in der Freizeit abzuschalten. Wenn
dann noch Frust im Privatleben hinzu kommt, ist ein Verlust an Lebensfreude und damit
Lebensqualität oft vorprogrammiert.

3.    Therapie des Burnout

Die Behandlung von Burnout setzt eine Diagnose voraus. Viele können den Zustand des
Ausgebranntseins und der emotionalen und körperlichen Erschöpfung nicht immer als Burnout
erkennen. Auch dadurch, dass sich das Ausgebranntsein als ein schleichender Prozess
entwickelt, ist die Erkenntnis über die Erkrankung meist ein langer Weg und auch Ärzte oder
Therapeuten, sofern sie keine Burnout Experten sind, können den körperlichen und emotionalen
Zustand des Patienten nicht gleich dem Burnout-Syndrom zuordnen.

Die Diagnosestellung erfordert Fingerspitzengefühl und Erfahrung von Seiten der Therapeuten
und Burnout Experten. Inzwischen gibt es eine Reihe von Tests, die für die Diagnosestellung
Burnout-Syndrom von den Therapeuten verwendet werden. Da es keine einheitliche Möglichkeit
gibt, die Diagnose sicher zu stellen und es in vielen Fällen besonders schwer ist, Burnout von
anderen Erkrankungen zu unterscheiden, ist dafür eine individuelle Bestandsaufnahme und
gründliche Analyse der Situation des Patienten erforderlich. Nur dadurch
gelingt es, die richtige
Therapie zu wählen und dem Burnout bereits in seinen Anfängen begegnen zu können
beziehungsweise sinnvoll in den fortgeschrittenen Burnout Prozess einzugreifen.
Im Anfangsstadium eignet sich die Psychotherapie als Intervention, bei schwierigem Verlauf muss
teilweise Medikamenten vertraut werden, die vom Hausarzt oder dem Facharzt für Psychiatrie
verordnet werden können. Eine Psychotherapie als ergänzende Maßnahme ist hier sinnvoll.